Erfolg von Zara

Beim Stressabbau wird es empfohlen, die Natur zu beobachten. Wolken fließen, Feuerflamme flackern. Ich hatte auch mal eine Technik, Leute in Zara-Filialen während Sales zu beobachten. Immer voll – lenkt sehr gut ab. Nun hilft mir Zara nicht beim Stress, sondern beim Lernen neuer Business- und Logistikkonzepte.

Foto (2) Quelle: Autor unbekannt, Kunstausstellung im „Palast der Unabhängigkeit“, Astana, Januar 2011.

Vor paar Wochen hatte ich Gespräche mit der Inditex (nette Leute!), die außer Zara auch die Marken Berschka, Massimo Dutti u.a. betreibt. Wie es mit fokussierter Aufmerksamkeit üblich ist, trifft man danach viel Relevantes zum Thema. In meinem Fall waren es zwei Artikeln über Zara. Der erste Artikel erklärt die Innovationen der Modemarke und folgert daraus „innovative lessons“ (Werbepause: Eine große Innovations-Lernstunde bietet der 30. Deutsche Logistik-Kongress an, also 3 Tage á 24 Stunden :)). Ein weiterer Artikel hatte zwar einen traurigen Anlass, den Tod der Unternehmensgründerin Rosalia Mera, dennoch zeigt er bündig Erfolgsfaktoren vom Zara-Marketing.

Da ich Zara was schuldig bin (siehe ersten Absatz), möchte ich Kernaussagen von beiden Artikeln zusammenfassen. Ein wichtiger Fakt vorab, zur Etymologie des Namens. Der erste Shop wurde unter dem Namen „Zorba“ eröffnet. Da auf der Straße bereits einen gleichnamigen Laden existierte, ließ man sich umbenennen. So entstand Zara. Experten betonen die Kürze des Namens als vorteilhaft. Dabei wird Zara in Spanien selbst als „Tha-ra“ ausgesprochen. In Kasachstan (ein Land hinter dem Ural :)) spricht man „Z“ wie in „Zombie“ (was für assoziative Vergleiche!). Und nur in Deutschland muss man sich an „Tsa-ra“ gewöhnen.

Warum ist Zara erfolgreich?
1) Zara beherrscht eigene Kosten. Keine Ausgaben für Werbung. Nur in eigenen Shops.

2) Zara ist ideenreich. Das Team besteht aus 350 Designers (keine Weltstars, Kosten sind noch im Blick), die jährlich 18.000 Produktdesigns liefern. Das heißt, täglich kommen 70 neue Ideen von Blusen.

3) Zara ist schnell.  Zweimal in der Woche werden Kollektionen in mehr als 5.500 Shops in 82 Ländern (at just about the same time) erneuert. Vier bis sechs Wochen sei der Branchendurchschnitt. Das habe ich im Beitrag zur „Supply Chain Steuerung“ von Inditex Group in dem zum Kongress erscheinenden Band (den ich mitbetreuen darf) gelesen. Zero Inventory Politik, kurze Wege durch Beschaffung in nah liegenden Regionen Europas, flache Organisationsstrukturen. Flexible Logistik ist in Mode.

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