Impulse, Ideen, Impressionen

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(es war die Curry-Sauce!)

Letzte Woche in Berlin fand der Deutsche Logistik-Kongress (intern nennen wir ihn kurz: DLK) statt. Das ist die zentrale Veranstaltung der Bundesvereinigung, worauf das ganze Jahr vorbereitet wird. Diesmal war es noch der Jubiläumskongress. Den Verlauf vom 30. DLK konnte man dank der Presse-Abteilung und inzwischen der großen Social Media-Community gut verfolgen. Ich muss gestehen, dass ich bis heute nicht alle Reportagen und Artikeln gelesen habe. Der Kongress war wieder umfangreich beleuchtet! Anbei möchte ich einige persönlichen Impressionen von meinem zweiten Kongress als Veranstalter und vom dritten Kongress insgesamt teilen.

Datum
Im BVL-Kalender ist die vorletzte Oktober-Woche für Jahren bereits blockiert. Genau in der Woche trifft sich die Logistikbranche in Berlin, in zwei Veranstaltungshotels – InterContinental und Schweizerhof. Der BVL-Vorstand Professor Raimund Klinkner erwähnte im Interview für die „VerkehrsRundschau“, dass der Kongress bei vielen „einen festen Platz in Terminkalender“ hat. Ich kann nur zustimmen: DLK ist weit bekannt. Als ich am Dienstag, den 22. Oktober vom Berliner Hauptbahnhof ins Hotel fuhr, wurde ich vom bis zum Moment schweigenden Taxi-Fahrer ernst gefragt, warum ich einen Tag vorher anreise, denn „der Kongress doch erst am 23. beginnt“. Toll, oder? So einen schönen Kongress-Gruß hatte ich noch nie :)

Programm
Dabei war ich aber eine der letzten Anreisenden vom Orga-Team. Die Kongresswoche beginnt für die Projektleitung bereits am Sonntag. Ab Montag starten dann diverse Veranstaltungen rund um den Kongress. Und wenn man am Mittwochabend im komfortablen (danke Heike!) Bus zum Galaabend fährt, dann hat man schon vieles erlebt. Es sind nicht nur Hauptsequenzen und Fachsequenzen, die den Kern des Kongresses prägen. Workshops mit Interaktion, Exkursionen (in Neudeutsch – Outdoor Sequenzen), Doktoranden-Workshop, Treffen der regionalen Gruppensprecher, Meeting der internationalen BVL-Sprecher, Workshop der studentischen Sprecher, Vorstandssitzung, Wissenschaftsbeiratssitzung und und und. Die Excel-Datei mit DLK-Side Events besteht immer aus mehreren Seiten. Die Partner der BVL nutzen die Chance, dass „alle“ in Berlin sind und organisieren eigene Veranstaltungen. In dieser Situation kommt der Lieblingsspruch meines Großvaters zur Geltung: „Entscheidend ist es nicht, was du auswählst, sondern worauf du deswegen verzichten musst“. Und es fällt beim DLK-Programm sehr schwer!

Themen
Bei Zusammenstellung des persönlichen Programms hat in diesem Jahr eine neue Feature (so viel zum Vorhaben 2013 mit wenig Anglizismen, Aigul) in der Kongress-App geholfen. Da konnte man nach eigenen Präferenzen Themen aussuchen und sie alle an einem Ort abspeichern. Kein grüner Marker auf dem Print-Kongressprogramm mehr, wie ich vor drei (technologisch gesehen ewigen) Jahren. Innovationen schreiten voran :) Und das war der Leitgedanke in diesem Jahr: welche Impulse führen zu Ideen, die stark genug sind, um sich in die Innovationen zu wandeln? Zukunftsweisende Themen wie Industrie 4.0 und Big Data, immer aktuelle Fragen der On-Time-Delivery und des Kostenmanagements, Branchenlogistik – Chemie, Handel, Maschinenbau. Zu Hause erklärte ich der Familie die Schwerpunkte ungefähr so: brauchen Stapler in Zukunft noch Menschen oder kommen sie allein in netter Gesellschaft von RFID-Chips zurecht? Kann man endlich alle meine Daten (meistens chaotisch strukturiert: amazon, skyscanner, milesundmore, foursquare, google-Suche you name it) im Internet zusammenführen und andere Verkehrsteilnehmer bitte vorab informieren, dass ich abends hungrig und hastig nach Hause fahre und bestimmt diese staugefährdete Kreuzung überquere? Kann man mit Same-Day-Delivery Weihnachten retten und somit Scheidungsquote in Deutschland verringern? ;) Was können Ärzte (und nicht nur in amerikanischen Serien bin ein Grey’s Anatomy-Fan) besser als Logistiker? Was kann ich als selbstgenannte Talent in der Logistik erreichen? Das Themenspektrum auf dem Kongress war groß. Dazu folgt noch ein Blogbeitrag. Viele Themen tauchten aber in Gesprächen auf. In der Ausstellung, in Lounges oder am Business-Frühstück.

Menschen
Also überall, wo sich Menschen treffen. Also überall im Kongress :) Noch kann ich mich an das März-Telefongespräch mit dem Moderator aus Izmir erinnern, als ich die den Frühjahrsanfang feiernden Leute im Hintergrund zu übertonen versuchte: „It’s all about networking!“ Man trifft viele Personen, die man sonst nirgendwo trifft. Mein Referent – Juha Laakkonen aus Lappland, zum Beispiel, der Kinderspielplätze herstellt. Er erzählt mir über sein Leadership-Studium („better bad decisions than no decisions“) und die Einstellung des ehemaligen IKEA-Logistikchefs („he wanted more fun in job!“).

Interaktion
Nach vielen Gesprächen wollte man sich für eine Weile zurückziehen. So einen Geheimort habe ich auf dem DLK auch, leider nur für Presse zugänglich. Der Pressetreff. Da herrscht immer besondere Atmosphäre, die automatisch zum Schreiben animiert. Dieses Jahr musste man aber kein akkreditierter Journalist sein, um Live-Reportage zu führen. Feine Sache wie Social Wall (hashtag #dlk13) hat es (die geheimen Träume von manchen :)) möglich gemacht. Ich war erstaunt, wie aktiv man war, als wären wir auf einem Kongress für Social Media oder Content Marketing gewesen. Logistiker sind doch keine Langweiler :) Verschiedene Perspektiven auf den Kongress (pssst, überwiegend positiv!), als hätten wir auf einmal 3.200 Augen und Ohren, oder Iphones :) gehabt. Großes Dankeschön an alle, es hatte richtig Spaß gemacht.

Und so macht es auch Spaß darüber zu erzählen. Wer bis hier gelesen hat, bekommt von mir einen alkoholfreien Tosca-Cocktail in der Marlene-Bar am 22.-24. Oktober 2014. Vorausgesetzt, dass Sie Tee mögen und viel Zucker im Sirup ertragen :) Bis dann!

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