Tradition und Zukunft

Schon wieder war ich unterwegs und darüber ist mein heutiger Blog.

Vor 28 Personen, die in der Logistik nicht gerade eine unbedeutende Rolle spielen, wurde ich charmant gebeten, einen Bericht über den Hafengeburtstag zu schreiben 🙂 Tue ich beim schönen Sonnenuntergang auch gern (schreibe bereits im Zug). Dass die Sonne am Tag noch rauskommt, habe ich bezweifelt. Als ich nach Hamburg ankam, schüttete es in Strömen.

Regnerisches Hamburg
Regnerischer Hamburg
Ich, die aus Prinzip und wegen Aberglaube (if you have it, it will rain) keinen Regenschirm mitträgt, versuchte mit dem Taxifahrer über die Taxi-Apps länger zu quatschen, um bei dem Regen nicht auszusteigen. 50m musste ich noch zu Fuß bis zum Eingang vom Business Club Hamburg laufen. Genau hier sollte eine Tradition ihren Anfang nehmen.

Die AEB, die vielen durch ihr im Gedächtnis einprägendes Logo mit vier roten Punkten bekannt ist, möchte ab 2014 den Hafengeburtstag mit ihrem Kunden- und Partnernetzwerk feiern. Erster Punkt im Programm war die Einlaufparade, die man durch Fenster warm und trocken beobachten konnte. Es sollten 300 Schiffe – klein und groß – für die Parade angemeldet gewesen sein. Überrascht war ich von der Tatsache, dass sich jeder Interessierte noch ganz kurzfristig für die am dritten Tag stattfindende Auslaufparade registrieren konnte! Diverse Agenturen machen es möglich. Just pay

Nach der Einlaufparade ging es zum Vortrag vom Hamburger Trendforscher – Nick Sohnemann. Er forscht mit seiner Firma, dessen Name einen süßen Beigeschmack hat – „futurecandy“. Die Strebermentalität lässt sich auch in meiner Freizeit nicht abschalten, so setzten wir uns in die erste Reihe. Die Tücke der ersten Reihe: mit ihr interagiert der Redner hauptsächlich. So wurden wir mit dem Google Glas fotografiert, sowie mit einem Fraunhofer-Tool nach dem Grad unserer Laune „angry“/“not angry“ geprüft. Zudem wurde dazu das Alter noch abgescannt. Es war rundum ein informativer Vortrag.

…Was erwartet uns denn in Zukunft?
Wir werden alle sterben! 😀

Bis dahin vergrößern wir unsere Medien-Abhängigkeit. Schon heute soll man in Deutschland knapp 10 Stunden am Tag diverse Medien nutzen – Tendenz steigend. Das heißt: online sein, das Smartphone bei jeder Gelegenheit nach neuen Meldungen sichten, Excel-Tabellen ausfüllen, Outlook-Kalender oder Dropbox-Ordner synchronisieren. Um diese Zeit zu befüllen, erdenkt man verschiedene Geräte, Apps und Services. Der Trendforscher führte uns durch die verrückten Ideen zahlreichen Innovationen. Heute schmunzeln wir noch darüber, doch schon morgen könnte mit dieser Idee ein neues börsennotiertes Imperium entstehen.

Der Regel, warum eine Idee keine Innovation wird (c) zhreibt, Mai 2014
Das Schema, warum eine Idee keine Innovation wird (c) zhreibt, Mai 2014

Einen guten Hinweis gab uns der Trendfroscher zur Entstehung von Innovationen in den USA und in der restlichen Welt. US-Amerikaner sollen neue Produkte entwickeln, um ein bestehendes Problem zu lösen. Andere hingegen möchten ein bestehendes Produkt verbessern. Merken Sie den Unterschied? Das war mein „Ja, klar!“-Erlebnis Nummer Eins. Davon gab es am Abend genug:

1) Warum kam ich nie auf die Idee, den Kofferraum eines Autos als mobiles Brief- und Paketfach zu nutzen? So könnte ich verhindern, mich beim Nachbarn oder auf der Arbeit für jede weitere Zalando-Online-Bestellung zu schämen. Ihr die Konsumgesellschaft Die belgische Beratungsfirma „Cardrops“ war schlauer. Sie liefern die Pakete in Ihr Auto, während Sie arbeiten, Sport machen oder einen Termin haben.

Prinzip, wie Cardrops funktioniert, (c) Facebook-Seite der Firma
Prinzip, wie Cardrops funktioniert (c) Facebook-Seite der Firma

2) Mein Traum – eine Art Weiterentwicklung von Foursquare (dem Ortungsdienst) – wird durch Estimote Beacons wahr.

Beacons (c) Estimote.com
Beacons (c) Estimote.com

Sie sind kleine Sensoren, die überall platziert werden können. Sobald ein Smartphone in der Nähe ist, bekommt es ein Radio-Signal. Vor einem Geschäft könnten sie über aktuelle Sales-Angebote, vor einem Museum zur laufenden Ausstellung informieren. Im Lokal senden andere Beacons das Menü direkt in Ihr Telefon. Ist es nicht genial? Ariverderci, bakteriengeladene Speisekarten.

3) Vielleicht werden wir in Zukunft auch keine Mobiltelefone brauchen. Wir werden Linsen tragen, die uns ganzeiheitliche Informationen vor die Augen projezieren. Sogar, wie dick eine ideale Gurkenscheibe geschnitten werden sollte. Oder werden es überall Corning geben, das jedes Glas zu Displays umwandelt.

Corning Glass (c) thaisreallpossible.com
Corning Glass (c) thaisreallypossible.com

Später müsste ich mich nicht mehr zwingen, ein schweres Laptop mitzunehmen, denn es würde papierleichte Geräte geben, wie von Plastic Logic (in Deutsch gibt es einen Artikel hier).
(c) Plastic Logic
(c) Plastic Logic

Ach, schön ist die Zukunft. In der Gegenwart möchte ich mich aber bei der AEB für diesen inspirierenden Abend bedanken. Gemeinsam über die Zukunft und deren großartigen (technischen) Möglichkeiten zu philosophieren, verbindet.

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