Rückblick CeMAT

Stapler (c) Deutsche Messe AG
Außenausstellung auf der CeMAT 2014 (c) Deutsche Messe AG

Im US-amerikanischen Bodybuilding versteht man unter „German Volume Training“ eine Methode, die mit zehn Sätzen pro Übung eine der intensivsten in diesem Sport ist. Kurze Pausen zwischen Sätzen sind erlaubt, aber nicht erwünscht. Die Anzahl der Wiederholungen endet beim magischen „Muskelversagen“. Vielleicht wäre ich bereits „eingedeutscht“, da ich vor zwei Wochen über die CeMAT genauso intensiv berichtete. Fast bis zum „Versagen“ der Geduld meiner Facebook-Freunde 😉 Von daher fasse ich im heutigen Blog das zusammen, was nicht mit der Live-Reportage abgedeckt wurde, aber mir interessant vorkam.

Die CeMAT ist eine internationale Intralogistik-Messe, die jede zwei Jahren in Hannover stattfindet. Das Akronym steht für „Centrum für Materialflusstechnik„, und nicht für „Centralized Material Automated Tools“, wie ein Messebesucher mir aufzuklären versuchte. Alle logistischen Prozesse, die innerhalb eines Betriebsgeländes abspielen, gehören zur Intralogistik. Viel, oder? Das ist der Grund, warum die Branche und entsprechend auch die Fachmesse kontinuierlich wächst. 53.000 Besucher und 1025 Aussteller waren dieses Mal auf dem Messegelände (Abschlussbericht der Deutschen Messe).

 

Während der CeMAT fielen mir folgende Punkte besonders auf:

1. Trend zur Modularität
Die Lagersysteme werden immer mehr modular aufgebaut. Das Baukasten- oder Lego-Bausteinprinzip ist heute im großen Teil in der Automobilindustrie verbreitet. Ich finde es eine der besten Lösungen gegen Planungsunsicherheit. Keiner kann heute weitere Entwicklung genau voraussagen („bitte größere Glaskugeln!“ ist zu riskant). Module erlauben nötige Flexibilität im Lager zum Nach- oder Entrüsten, falls ein anderes als das geplante Szenario auftreten sollte.

2. Messe-Geschäft im Allgemeinen
Messe-Auftritte gehören zu den Haupttools des Unternehmensmarketings. Präsenz zeigen, Produkte nach „Touch me“- Prinzip präsentieren, Kunden direkt treffen. Alles wunderbar, aber wandelt sich zu einer relativ teuren Sache. Messebesucher, durch Medien verwöhnt und über auffällige Werbeaktionen informiert, wollen überrascht und entertained werden. Da reicht ein Standard-Stand mit weißen Wänden und Haribo-Schälchen leider nicht aus. Big, bigger, – expensive. Das Messe-Geschäft wird sich daher in näherer Zukunft ändern müssen. Vor allem aufgrund der Digitalisierung, die neue Möglichkeiten für (kostengünstigeres) Marketing eröffnet. Die Rahmenprogramme von Messen werden sicherlich auch breiter. Erlebnis. Das sucht auch ein Fachmann auf der Messe.

3. Männerdomäne
Während der fünf Tage in Hannover fiel mir auf, dass die Hostessen oder geschlechtsneutral ausgedrückt – Messehelfer -überwiegend Frauen waren. Man konnte einzelne Damen an Ständen oder in Foren sehen, aber immer noch wenig. Ladies in Intralogistics – da gibt es noch Entwicklungspotenzial.

Zusammengefasst war es eine gute Messe. Es kamen / entstanden diverse Ideen in Gesprächen wie z.B. ein Start-up für Cargo-Bikes, Logistik-Kurse in Mexiko, Lean Manufacturing und „vieles mehr“ stay tuned. Die nächste CeMAT ist in zwei Jahren und wird fast im metereologischen Sommer – vom 31. Mai bis 3. Juni (jetzt nur vier Tage!) 2016 stattfinden. Es wird wieder grün.

Beumer-Baum
Ein echter Baum am Stand von Beumer (c) zhreibt
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2 Gedanken zu “Rückblick CeMAT

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