Erfolgsgeschichte von Chobani

Erdbeere ist eine populäre Geschmacksrichtung in Milchprodukten
Mit diesem Blog starte ich die Serie „Food / Food Logistics“.

Vor einiger Zeit bereitete ich mich auf einen Wettkampf vor und musste mich eiweißreich und fettarm ernähren. Damals folgte ich neidisch amerikanische Athleten, die einen griechischen Joghurt mit hohem Eiweißgehalt und Null-Fett aßen. Chobani hieß die Marke und sie war bereits ein Kult in der Social Media-Welt.

Plain Greek Yogurt (c) Chobani
Plain Greek Yogurt (c) Chobani

Je öfter ich über Chobani hörte, desto interessanter fand ich das Unternehmen. Hier fasse ich meine Gründe kurz zusammen:

1) Der Gründer ist mit Migrationshintergrund ich mag das Wort sorry. Hamdi Ulukaya wurde 1972 in der Türkei geboren, studierte politische Wissenschaften an der Universität in Ankara und zog 1994 in den USA um, wo er sein Studium fortsetzte. 2002 gründete er eine Firma für Feta-Käse. 2005 kaufte er eine von Kraft Foods geschlossene Joghurt-Fabrik in der Nähe von New York und zwei Jahre später kam mit der Marke „Chobani“ auf den Markt. In seiner Heimat hält Herr Ulukaya heute Keynote-Vorträge auf Wirtschaftskonferenzen und an den Hochschulen.

2) Chobani traf den Nerv der Zeit auf dem gesundheitsbewussten Markt der US. Wenig Fett, wenig Zucker und parallel eine cremige Konsistenz – griechische Joghurts sind gesündere Alternativen zu herkömmlichen Desserts. Laut Bloomberg verkauft in den USA kein anderes Unternehmen (nicht mal Großkonzerne wie Danone oder Generall Mills) mehr griechische Joghurts als Chobani. Ich finde es auch nicht zufällig, dass sportliches Australien als nächstes Expansionsziel gewählt wurde. Gesund ist in, und bringt Geld!

3) Millionenschwere Ausgaben für Werbung, Sponsoring vom olympischen US-Team, Social Media Präsenz und tatsächliche Interaktion da. Kein flächendeckender Vertrieb vom Produkt sorgte am Anfang auch dafür, dass die Marke, unterstützt mit aktiven Werbekampagnen, sehr begehrt war. Inszenierung der Marke ist zweifellos ein Chobani-Thema. Auch Joghurt kann man erlebbar machen. Chobani öffnete in New Yorks Soho eine „Yoghurt Bar“.

Yoghurt Bar (c) glenwoodnyc.com
Yoghurt Bar (c) glenwoodnyc.com

Vom Prinzip her ähnelt sie einem Eiscafé, wo man verschiedene Sorten gemischt bekommt. Der feine Unterschied liegt in einem „gesünderen“ Image von Joghurt.

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