C steht für C-Klasse

Mercedes-Benz C-Klasse (c) Webseite Daimler
Mercedes-Benz C-Klasse (c) http://www.mercedes-benz.de

Oder auch zusätzlich für „cool“, wie die Daimler-Marketingabteilung vielleicht sagen würde. Neulich erwähnte ich kurz über die Produktion der neuen Mercedes-Benz C-Klasse aus der Zuliefererperspektive (kurzes Fazit: spannende Aufgabe, bei der volumenstärksten Baureihe von Daimler mitzumachen!). Gestern bin ich auf die C-Klasse wieder gestoßen. Nein, nicht auf der Straße und nicht beim Anschauen des Bremer-Daimler-Werks aus dem Fenster meiner Wohnung 🙂

Einmal im Jahr veröffentlicht die Daimler AG ein Magazin für ihre Zulieferer und Mitarbeiter. Das neue Heft 2014/2015 war meine gestrige Feierabendlektüre. Außer der regen Erscheinung von Herausgebern, also drei Daimler Beschaffungschefs, fand ich das 76-seitige Magazin interessant. Es vermittelt einen zwar groben, aber guten Überblick vom Konzerngeschehen.

Im Zentrum meiner Aufmerksamkeit stand der Artikel „Produktiv verbunden“ (S. 26-30). Dass die C-Klasse auf vier Kontinenten ausgerollt wird, wusste ich schon, auch aus der Pressekonferenz zum Tag der Logistik im Kundencenter des Mercedes-Werks in Bremen, wo der Werksleiter – Andreas Kellermann mit auf dem Podium war. Die Rolle des Lead-Werks war mir aber vorher nicht klar. Bremen fing als Erster die Serienproduktion im Februar 2014 an. Somit steuerte Herr Kellermann als Leiter des Center of Competence die weiteren Produktionsanläufe. Im Mai 2014 war East London in Südafrika dran. Im Juni folgte das amerikanische Werk in Tuscaloosa und im Juli – Peking. Vier Anläufe in vier Werken auf vier Kontinenten in sechs (!) Monaten. Raten Sie mal, welche Zahl beim Daimler die Zahl des Jahres wird! hoffentlich nicht von vermutlich hohen Anlaufkosten

Dieses eng gestaffelte Produktionsstart fand ich persönlich faszinierend. Ob es im Automotive vergleichbare Beispiele gibt, muss ich noch nachforschen. Klar ist die Komplexität des Projekts: sei es im technischen Bereich (neue Heckantriebe „Mercedes-Benz Rear-Wheel-Drive Architecture) oder bei der Schulung internationaler Mitarbeiter. Für die Baureihe wurden weltweit einheitliche Spezifikationen und Produktionsabläufe erstellt. Die müssen nicht nur bei Daimler selbst, sondern auch bei knapp 1.000 Lieferanten eingehalten werden. Hierzu wäre interessant zu erfahren, wie lange die Vorbereitungsphase vor dem ersten Anlauf in Deutschland war.

Was fand ich noch bemerkenswert?

  • Daimler fasste im Juli 2013 die Funktionen von Einkauf und Lieferantenqualität in einem Bereich zusammen. Einfache, aber kluge Lösung. Mercedes-Benz Cars Procurement and Supplier Quality heißt er und kümmert sich um den Einkauf und Qualität der Kaufteilen.
  • Verstärkte Lokalisierung des Einkaufs. Tuscaloosa beschafft in Americas, Peking in Asien – so etwa war die Idee dahinter.
  • In der C-Klasse wird ein Touchpad von Continental verbaut, das dem Benutzer eine „haptische Rückmeldung“ sendet.
    Vibration. Man kann da handschriftlich Bedienungsanweisungen eingeben, die vom System erkannt und vorgelesen werden können. Es wäre spannend, dies mal anzusehen.
Advertisements

Ein Gedanke zu “C steht für C-Klasse

Ich freue mich auf jedes Feedback!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s