Sneak Peek: Deutscher Logistik-Kongress

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Hier waren/kommen Schlüsselfiguren der Logistik-Szene Deutschlands

Im letzten Jahr schrieb ich diesen Rückblick zum Deutschen Logistik-Kongress. Jetzt ist es wieder soweit: Koffer packen, Vorträge lesen und Schokolade in industriellen Mengen konsumieren (dem letzteren widme ich einen kompletten Instagram). Am 22. Oktober 2014 beginnt der 31. Kongress in Berlin. Diese Großveranstaltung (wieder bei 3.000+ Teilnehmer!) kann ich besser und ausführlicher als die BVL-Presse nicht beschreiben, und das ist nicht mein Ziel. Heute erzähle ich über persönliche Kongress-Highlights, die ich gern besuchen, erleben und mitmachen würde.

1. Key Notes

Felix Magath auf dem DLK als Closing Key Note
Felix Magath auf dem DLK als Closing Key Note (c) AP über rp-online.de

Bleiben wir mal ehrlich: wir kommen zu Konferenzen wegen der großen Namen. Je öfter erscheint ein Speaker in aktuellen Medien, desto größer ist das Interesse, ihn live zu sehen. „Na, wie war der Papst?“ wurde ich nach dem Vortrag vom verstorbenen Johannes Paul II gefragt. Charisma, Präsenz und rednerische Fertigkeiten – das kommt aus den Nachrichten-Zeilen nicht rüber. Nächste Woche in Berlin möchte ich Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Felix Magath und Roland Tichy (früher WiWo) reden hören. Ja, ich stehe auf „Trending“-Namen in sozialen Medien! #sorrynotsorry Für Erweiterung meines Logistik-Horizonts würde ich Vorträge von Tex Gunning von TNT (neue Campagne gesehen?), Ron deFeo (globaler Chef von Terex) und Frank Sportolari (Deutschland-Chef von UPS) gern anhören.

2. Fachsequenzen
Es gibt 16 Tracks und 5 Workshops auf dem Kongress. Man muss sich echt entscheiden können. Zu meinem Glück darf ich die Fachsequenzen besuchen, die ich selbst mitgestaltet habe 🙂 Am Mittwoch-Nachmittag, den 22. Oktober findet die Sequenz zum Transportmanagement statt. Alleine aus zwei Gründen soll man dahin gehen:
1) wegen des Themas. Transportkosten werden weiter unverschämt wachsen. Wie man sie variabler macht, erfährt man von vier Fachreferenten und zwei Diskussionsteilnehmern.
2) wegen des Moderators. Stefan Wolff, CEO von 4flow, beherrscht die Welt der Transportmanagementsysteme (TMS) und belegt in meinem persönlichen Ranking der Moderator den Top-Platz. Eloquent ist er und hat ein Gefühl dafür, was in Vorträgen unerwähnt blieb aber das Publikum gern erfahren würde.

Am Donnerstag ist die Sequenz zur Mobilität von Personal (hier und hier bereits erwähnt). Der Geschäftsführer von StepStone präsentiert zum ersten Mal die Ergebnisse der Studie „Mobilität in Zeiten des Fachkräftemangels“. Drei Professionals berichten davon, wie sie ins Ausland gingen und was sie nun über Mobilität denken. Am Freitag muss ich mich zwischen der Beschaffungslogistik und Startups entscheiden. Im Track zur Beschaffung wird die Strategie „local-to-local“ besprochen, dazu schrieb ich kurz im Artikel zur Mercedes C-Klasse. Angesichts der aktuellen geopolitischen Risiken und steigenden Transportkosten scheint es sinnvoller, die Lieferanten vor Ort zu finden, vor Ort zu produzieren und einheimische Kunden zu beliefern. Andererseits sind Startups meine Passion und Elevator Pitch ist ein dynamisches Format. Schwere Wahl. Ganz schwer.

Not but not least: BVL gewann den Europe Operations Chef von Amazon für einen Vortrag. Da Luxemburger im Allgemeinen nicht gern in der Öffentlichkeit reden, ist es äußerst interessant, Herrn Roy Perticucci anzuhören. Vorgestern erwähnte noch der Vorsitzender des Google-Verwaltungsrats – Eric Schmidt, dass Amazon ihr „größter Konkurrent im Suchmaschinenbereich“ ist. „Im Grunde antworten sie auf Anfragen und Suchen der Nutzer genauso, wie wir es tun“, sagte Schmidt (hier). Spannend! Wir treten in die Ära des Kampfs von zwei Riesen ein (okay, okay, Alibaba habe ich nicht vergessen).

3. Gala-Abend
Roter Teppich (coole Idee von AEB!), elegante Outfits, Live-Musik – ein bisschen Glamour kann der Logistik-Welt nicht schaden. Dieses Jahr ist die Paralympics-Siegerin – Verena Benteler Ehrengast des Abends. Ich bin gespannt, eine andere Sichtweise auf die Welt erfahren zu dürfen (wer Frau Benteler und ihre Geschichte nicht kennt, google sie!). Ein Networking-Tipp: nutzen Sie die Fahrzeit im Bus zum und vom Gala-Abend, um neue Kontakte zu knüpfen. Da hatte ich immer Glück! Glück ist auch, Berlin in der Abenddämmerung zu bewundern it’s getting sentimental.

4. Sport-Programm
Endlich kann ich meine Sportsucht in Berlin voll ausleben 😉 Joggen mit CEOs morgens oder Pilates mit Promi-Trainer in der Activ-Lounge. Ich freue mich, nach dem Kongress die gewohnte Sport-Pensum nicht nachholen zu müssen und am Samstagabend in Ruhe Kongress-Unterlagen auf der Couch lesen zu können.

5. Social Wall
Letztes Jahr verfolgte meine Mutter über Social Wall meine Bewegungen innerhalb des Kongresses und fragte ungeduldig in Whatsapp, falls nichts Neues von mir kam. Dieses Jahr ist die Wand größer (gesponsert von der Firma Quintiq, deren Twitter-Account meines Erachtens sehr wertvolle Artikel-Empfehlungen postet) und ich tippe schneller! Live Reportagen über Twitter oder Facebook sind nicht nur Lowest-Budget-Event-Besuch ( 😉 ), sondern eine Lösung dafür, mit dabei zu sein, wo man räumlich nicht sein kann. Dabei werden nur die wichtigsten Informationen rausgefiltert. Ein Hoch auf die Grenzen von 160 Zeichen.

Bis nächste Woche, ja?

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