Fern – Bus und Weh?

zhreibt_bus
Eine Fernbusfahrt hatte (c) zhreibt noch nicht, sondern andere aufregende Busfahrten.

Meine erste Begegnung mit einem Fernbus war an der Kreuzung in Bremer Innenstadt. Beim rechts abbiegen blockierte der „Flixbus“ den kompletten Weg. Hinter uns standen noch Autos, die nach kurzer Zeit ungeduldig hupten. Seitdem merke ich immer die Flixbusse auf Straßen.

Während der Bahnstreiks letzte Wochen standen Fernbusse auf einmal wieder im Rampenlicht. „Gewinner der Situation“ hieß es kurz in den Medien. Später meldete Deinbus.de seine Insolvenz und es offenbarte sich ein anderes Bild des Fernbusmarkts. Von Gewinn war da keine Rede. Heute Morgen las ich einen Artikel in der Wirtschaftswoche „Chic und cool reicht nicht“ zur Marktübersicht. Wer keine Zeit hat, die mit Werbung überfüllte Seite aufzurufen und den Text zu lesen, hier ist meine kurze Zusammenfassung.

1) Vor zwei Jahren wurden Fernbusse in Deutschland zugelassen. Die größten Anbieter sind MeinFernbus.de (Marktanteil 45%), Tochterunternehmen der Bahn (z.B. BEX; gesamter Marktanteil 22%), Flixbus (Marktanteil 15%). Der britische Anbieter „City2City“ stellte seine Operations im Oktober ein. Der ADAC verlässt ebenfalls den Markt. Bemerkenswert finde ich hier, dass ein Startup (meinfernbus) zum Marktführer wurde und andere prominentere Konkurrenz überholte.
Für Visuellen gibt es hier eine Foto-Gallerie.

2) Der Grund der „Marktreinigung“ ist hoher Preiskampf unter den Firmen. Er führt zu den Ticketpreisen, die unter betriebswirtschaftlich sinnvollem Niveau liegen. Der Preis pro Kilometer solle heute vier Cent kosten, auf den stark befahrenen Strecken noch niedriger. Gewinne könne man erst ab sechs Cent pro Kilometer erzielen, behauptet die ZEIT.

3) Entscheidend in dieser Branche ist, wie in der Logistik-Welt, gute Vernetzung und umfassende Abdeckung des Markts. Das erfordert eine gewisse Größe. Nur so kann man Stückkosten reduzieren, hello economy of scale! Dabei sind Nebenstrecken (z.B. zwischen Hamburg und Nordhausen oder Leipzig und Münchberg) am interessantesten, weil sie höhere Preise versprechen.

4) Da der Kreis der Fernbusanbieter immer kleiner wird, erwartet man die Erhöhung der Preise.
Man spricht über ca. vier Großanbieter.

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