Herr der Blitzer

Oft denke ich, dass Hidden Champions diejenige sind, die einfach nicht in Schlagzeilen von Google News oder Bild.de auftauchen. Wenige interessieren sich, was ein Mittelständler im tiefen Bayern oder in Rheinland-Pfalz durchlebt. Die Wenigen sind meistens seine Mitarbeiter und oft auch die Bewohner der kleinen Städte, wo Champions ansässig sind. Hidden Champion ist dazu noch rein subjektiv. Was ich nicht weiß, ist von mir „hidden“.

So ging es mir auch mit Jenoptik aus Jena. Ich wusste über diese Technologiefirma nichts, bis ich ein Interview mit ihrem Chef in der Welt las. Michael Mertin wurde zunächst gefragt, wann er letztes Mal geblitzt wurde und ob er sich drüber ärgerte. Die Sache ist, dass der Blitzer in seinem Unternehmen hergestellt wurde. Höchstwahrscheinlich.

Jedes zweites Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung weltweit kommt von Jenoptik. Herr Mertin fand es okay und ich auch: Chef von Ehrmann, beispielhaft, kann auch von seinen Joghurts an Gewicht zunehmen und der Leiter des Bosch-Ersatzteilzentrums müsste sicherlich auch mal auf den Ersatzteil für seinen Kühlschrank warten.

Interessant im Interview fand ich den Fakt, dass Tempo-Limit für die Länder Arabiens und Asiens ein großes Problem sei und genau da wächst die Jenoptik. In Kanada bietet sie den kompletten Service an: von Wartung bis zur Zustellung der Tickets. Also, Kanadier bekommen deutsche Strafzettel 🙂

2014-01-12 13.19.10
Nicht Kanada, sondern IJsselmeer. In den Niederlanden wird von beiden Seiten (von vorn und von hinten) geblitzt.
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