Buch-Rezension: Americanah

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(c) Fischer Verlage, 2014

„Du musst dieses Expats-Buch unbedingt lesen!“ sagte eine Freundin von mir. Mit Betonung auf Expats natürlich. Das stieß nur ab. Ich bin eine Anti-Pegida, „die Welt ist ein Dorf“, „no rassism“, wir alle Ausländer je nach Aufenthaltsorts. Nachdem die Bloggerin, deren Meinung ich respektiere, auch erwähnte, es ginge nicht nur um Rassismus und Liebe, gab ich nach.

Im Zentrum der Geschichte liegt ein verlängerter Auslandsaufenthalt einer Nigerianerin in den USA. Es geht um Dinge, die anders sind. In ihrer Heimat war die Rasse für Ifemelu nie ein Thema, da alle um sie herum das gleiche Aussehen hatten. In den USA merkte sie, dass es Herkunft und Aussehen doch zählen und Lebens- und Karrierechancen wesentlich beeinflussen können. Später kehrte sie nach Hause zurück. (Da war auch ihre erste Liebe!)

In vielen Reviews zum Buch erzählen Leute ihre eigenen Geschichten, wo sie aufgrund ihrer Herkunft oder Aussehens diskriminiert wurden oder als solches empfunden haben. Ich habe auch welche. Das finde ich aber typisch menschlich: man steckt anderen gern in Schubladen. Das ist ressourcenschonend. Man soll sich mit dem Neuen nicht intensiv beschäftigen. Es ist leichter, Unbekanntes kurz abzuscannen und dafür alte Verhaltensmodelle (manche nennen es Vorurteile) aufrufen. Daher rate ich jedem, der im Ausland lebt, stark zu bleiben und etwas gegen ungerechte voreilige Meinungen unternehmen. Dabei sprechen Erfolge wohl am lautesten.

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