9 Tipps für eine erfolgreiche Rede vom TED-Coach

Vor vielen Jahren durfte ich einen ehemaligen Fußballtrainer bei seinen öffentlichen Auftritten begleiten. Ich fand seine Rituale interessant, die er vor jeder Rede religiös ausführte. Warmer schwarzer Tee mit Milch, zehn Kniebeugen, zwei Minuten mit geschlossenen Augen. Keinem empfahl er das Gleiche zu machen, dennoch wiederholte er jedes Mal eine Sache: „Das Publikum möchte euch nichts Böses.“

Das sagt auch Gina Barnett, die Sprach-Trainerin von TED-Talks, in diesem Artikel. „They want you to succeed“.
Im Juni erscheint ihr Buch „Play the Part: Master Body Signals to Connect and Communicate for Business Success“ mit vielen Rhetorik-Tipps. Einige Tricks, die dem Redner kurz vor der Bühne helfen können, halte ich heute in meinem Blog fest.

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Reden wie ein Rockstar (c) Bell Design

1) Trinken Sie Wasser 15 Minuten vor dem Vortragsbeginn.
Barnett sagt, dass Mikrofone den Klang vom trockenen Mund sofort auffangen. Daher ist Trinken vor dem Reden auch wichtig.

2) Keine negativen Selbstgespräche. „Psych yourself up, not out“.
Was passiert, wenn ich den roten Faden verliere? Was passiert, wenn ich einen Schluckauf bekomme?
Immer die Horror-Szenarios, die einem vor dem Auftritt durch den Kopf gehen. Tauschen Sie die selbst-prophezeienden negativen Botschaften mit den Positiven aus. „Ich möchte meine Ideen mit vielen teilen!“. Das mehrmals wiederholte kurze Mantra „Yes!“ kann auch helfen, so Barnett.

3) Nutzen Sie die Energie Ihrer Nervosität für gute Zwecke.
Vor der Rede hat man mehr Energie, die aus Nervosität entsteht. Die TED-Trainerin empfiehlt, sie sofort zu verwenden. Hände schütteln oder isometrische Übungen machen. Auf jeden Fall sollen Sie diese „nervige“ Energie aus dem Körper treiben.

4) Atmen Sie, wenn Adrenalin hochkommt.
Manchmal hört man vor Aufregung sein eigenes Herz klopfen. Sollte die Panik aufkommen, hilft das bewusste Atmen sehr. Drei bis vier Atemzüge werden ausreichen.

5) Vermeiden Sie wiederholte Körperbewegungen. „Beware of repetitive motion“.
Auf der Bühne schwingt man oft unbewusst vor einem Fuß auf den anderen. Solches Schaukeln versetzt das Gehirn vom Publikum in den „Schlaflied“-Modus („lullaby pattern in the brain“). Barnett sagt, dass zahlreiches Proben vor Personen, die darauf achten werden, hilfreich ist. Proben ist im Alllgemeinen hilfreich 🙂 Und den Spiegel nicht vergessen.

6) Planen Sie Ihre Bewegungen auf der Bühne.
“You can walk, but not pace. You can step forward and or back, but not rock.” Beides ist schlimmer als Schwingen. Körperbewegungen sollen die Rede unterstützen und nicht davon ablenken. Möchte man einen Punkt unterstreichen, macht man eine Bewegung. Ein Profi-Tipp: Stehen Sie zu Hause auf den Zeitungen beim Redeproben. So können Sie Ihre Bewegungen besser merken und entsprechend korrigieren.

7) Geben Sie dem Publikum die Chance, sich an Ihre Aussprache zu gewöhnen.
Sprechen Sie am Anfang Ihrer Rede langsamer. So können sich die Zuhörer auf Ihre Stimme und auf Ihre Aussprache gewöhnen.

8) Fokussieren Sie sich auf etwas anderes kurz vor dem Auftritt.
Kurz vor dem Start der Rede ist eine Entspannung wichtig. Die Lieblingsübung von Barnett heißt „focussing out“. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes, als Ihre Nervosität. Suchen Sie nach grünen Objekten im Raum oder zählen Sie die Wasserflaschen um Sie herum.

9) Be okay with the unexpected.
Man kann alles planen und dann passiert das Unerwartete. Atmen, lächeln und weitermachen.

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