Android Auto

Falls mich jemand fragt, was meine größte Erkenntnis auf der vergangenen hub conference in Berlin war, dann habe ich eine Antwort parat. Die Erkenntnis war, dass ich bisher nichts über „Open Automotive Alliance“ gewusst habe.

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Jens Redmer, Director Business Development EMEA, trug auf der Bitkom-Konferenz vor

Jens Redmer erzählte am letzten Donnerstag über neue Google-Produkte und wie sie für eine bessere digitale Welt sorgen. Im letzten Jahr habe ich ihn ebenfalls auf der Bitkom-Veranstaltung getroffen. Es war damals eine Podiumsdiskussion mit Automobil-Herstellern und ja, Google war einer davon. In dieser Diskussion ist eine interessante Phrase gefallen, an der ich mich bis heute erinnere. Es ging um Emotionen, die mit Autos verbunden sind. Wir empfinden den Weg von der Arbeit nach Hause mit eigenem Auto als Vorschiebung der Freizeit; der gleiche Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt uns als Verlängerung der Arbeitszeit vor. Damals hat Herr Redmer gesagt, dass Google jegliche Emotionalität vom Autofahren rausnimmt. Es sollte sich lediglich nur um den Transport von A nach B handeln. Sag das mal den Porsche-Fahrern

In der „Open Automotive Alliance“ spielen nicht die Emotionen, sondern die Masse eine große Rolle. Google hat diese Allianz zur gemeinsamen Nutzung des Android-Betriebssystems im Januar 2014 initiiert. Das Ziel ist die bessere Anbindung der Android-Smartphones an die Automobil-Software. Am Anfang waren „nur“ Audi, General Motors, Honda, Hyundai und der Chip-Hersteller Nvidia dabei. Seitdem ist das Netzwerk wesentlich gewachsen (hier sind alle Teilnehmer). Es wird erwartet, dass Daimler in diesem Jahr mit in die Gruppe kommt. BMW hat als einziger deutscher OEM lange auf das Android Auto verzichtet. Im November 2015 hat Harald Krüger, CEO von BMW, dennoch verkündet, dass das Unternehmen sowohl CarPlay von Apple als auch Android Auto integrieren wird.

Ist das nicht spannend? Wieder zwei Konkurrenzsysteme, und bei beiden sind datenschutzrechtliche Fragen nicht geklärt. Es bleibt zu hoffen, dass man für besseres Infotainment nicht nur ein Betriebssystem zur Auswahl bekommt. Wenn es der Fall sein sollte, dann nähern die Zeiten, wenn man ein Auto nicht nach Fahrleistung oder Größe, sondern nach der darin enthaltenen Software auswählt.

(In einer freien Minute können Sie zusätzlich den Videotest „Was ist besser? Android Auto vs. Apple CarPlay“ anschauen).

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