More than power poses

Die Tage habe ich die Podcastfolge von „Inflection Point“ mit der britischen Autorin Ruth Whippman gehört. Ich musste sofort an diesen Blogbeitrag von Robert Franken denken (folgt Herr Franken auf Twitter, mein Qualitätssiegel!), wo er den Systemwechsel fordert. Weg vom System, der nur ans Weiterkommen von Männern ausgerichtet ist, bis hin zum System, wo Frauen und Männer gleiche Chancen haben.

Ruth Whippman hat auch eine Message. Sie ist mit der jetzigen Form von „Female Empowerment“ nicht zufrieden: T-Shirts aka Lean In, Instagram-Posts mit „Trau dir“ oder Beautyprodukte (hä?) für „starke und unabhängige Frauen“. Die neue feministische Welle ist nach Whippman jung, hat Geld und sieht es als selbstverständlich, dass Frauen für ihren Erfolg im Beruf und im Privatleben eigenverantwortlich sind. Steh auf, fordere Beförderung, geh arbeiten, sei entspannt und ausgeglichen, mach Machtposen „fake it until you make it“ vor den wichtigen Verhandlungen. Das Weiterkommen im Leben wird auf die individuelle Ebene übertragen. Whippman sieht es falsch. „Why don’t we blame a system of injustice instead of individuals with the least power to effect change?“ Hörenswert. Hören man kann hier.


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