Ramadan Challenge: Woche 1

Eine Woche der Challenge ist um, logischerweise auch des Fastenmonats. Früher hätte ich gesagt „Oh, die Zeit rennt!“. Oft durch tranceähnlichen Zustand aufgrund Durstes, Hungers und wenig Schlafs geht die Zeit doch nicht so schnell. Letzte Woche reduzierte ich auch meine Online-Zeit auf 20 Minuten pro Tag (nachmachen auf eigene Gefahr!). Reflexartig hob ich immer wieder das Smartphone an, erinnerte mich dann an die selbstgemachte Regel und wischte rasch das Display als hätte ich so geplant – das Telefon zu putzen. Das Leben ist eins der Härtesten.

Meine Challenge brachte und bringt viel Freude in meine Tage. Jeden Abend frage ich mich: was kann ich heute machen, wo nicht ICH nicht im Zentrum meines Tuns und Handelns stehe. Es ist irgendwie befreiend. Leicht ist es aber nicht: wenn du selbst wenig Energie und Zeit hast (Fasten befreit nicht vom Restleben), dann denkst du nicht an erster Stelle ans Wohlsein der anderen. Jaa, nochmals bestätigt bekommen: sorge mit höchster Priorität für dich, dann kannst du dich um die Welt kümmern.

Also, in der Woche 1:

  • Meine Lieblingsyoga-Webseite www.doyogawithme.com mit einer Spende unterstützt. Seit Jahren nutze ich ihre Online-Videos kostenfrei – die mich aufbauen, dehnen, stärken, beruhigen.

  • Bücher an die Bücherei gespendet. Auch die aktuellsten. Die Leiterin fragte nach, ob ich es tatsächlich möchte. Ja!
  • Rezension für meine coole Sprachlehrerin auf Facebook geschrieben. So viel Geduld mit mir – tausend Mal danke.
  • Viel Post geschrieben. An die Gemeinde, an die Firmen, deren Produkte ich nutze und von ihnen ich mehr Umweltbewusstsein wünsche, an die Orte, die ich mag und noch verbessern möchte. Als wäre ich aus meinem Wunschdenken aufgewacht hin zum Wunschtun. Wenn nicht jetzt, wann dann.
  • Kärtchen an die Nachbarn geschrieben. Das letzte Kärtchen musste Jan in den Briefkasten werfen – mir reichte da nicht der Mut. Im Nachhinein gedacht: Angst ertappt zu werden bei? Eigentlich beim Dankesagen, Aigul.
Briefe an die Nachbar
  • Den gemeinschaftlichen Carport geputzt (Jan hat mitgewirkt!)
  • Die Treppen in unserem Ort gereinigt. Das ist mein täglicher Weg zum Laufen. Jedes Mal ärgerten uns die alten Blätter, die nach dem Regen ganz schön rutschig wurden. Den Weg nutzen aber viele ältere Menschen. Deswegen wartete ich nicht auf den Reinigungsdienst und legte selbst los.
Im Prozess
Das Ergebnis
  • Den Organspendeausweis ausgefüllt. Das ging ziemlich schnell und nun steckt der Ausweis in meiner Geldbörse. Jährlich sterben rund 1000 Menschen, die kein Spendeorgan oder -gewebe bekommen haben. Wenn wir schon sterben, dann helfen wir doch den anderen, die am Leben sind oder leben wollen.
Organspendeausweis: ausgefüllt und ausgedruckt

Wünsche euch allen eine gute Woche!

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