Ramadan Challenge: Woche 2

Die Idee der Challenge Woche 1

Allgemeinzustand

Ich möchte ständig schlafen, ansonsten „Super, und dir?“. Die Wahrnehmung ist schärfer geworden – unglaublich, wie unser Essen (manchmal auch das Überessen) eine Art Filter auf die Sinne setzt. Der Trägheit? Der Gleichgültigkeit? Ist die Askese dafür da, die Welt doch intensiver wahrzunehmen und zu erleben? Ich stelle mir diese Fragen und vergesse diese nach dem Fastenbrechen.

Super Saturday

Was diese Woche absolut zu erwähnen wäre, ist der gestrige Samstag, den 18. Mai. Der Tag voller (medialen) Ereignisse! Am Vormittag beschäftigte ich mich mit dem Strache-Video #ibizagate, am Nachmittag hörten wir dem Jubeln der unzähligen FC-Bayern-Fans in unserem Ort zu. Am Abend feierten wir die Vielfalt der Eurovision-Auftritte und die Eintönigkeit der Themen (Mobbing, Übergewicht), in der Nacht konnte ich nicht begreifen, wie schlecht ein Superstar singen kann (Madonna).

Aufgaben in der Challenge

Die „leichteren“ Aufgaben hatte ich bereits erledigt. Jetzt geht es um die Wurst – die Konfrontation mit den Sachen, die nicht mit einer Paypal-Überweisung abgehakt sind, sondern eine große Portion Überwindung bedeuten.

  • Auf dem Friedhof putzen
    Diese Woche sind wir an einem sehr späten Abend (ja, Überwindung!) zum Friedhof gegangen. Als ich im Netz nach guten Taten suchte, hatte ich gesehen, dass viele ältere Menschen nicht mehr in der Lage sind, die Gräber ihrer Familie zu pflegen und es wurde empfohlen, dort zu helfen. Friedhöfe sind unheimliche Orte, denn da Tod ist, aber auch ruhige und beruhigende Orte, denn da verlieren deine Sorgen an Wichtigkeit aus der Perspektive des ganzen Lebens. Auf unserem Friedhof war es so gepflegt, eine Bundesgartenschau kann sich hintenanstellen! Wir gingen durch die Gräben, richteten ein paar gefallene Kerzen auf, suchten unseren im letzten Jahr verstorbenen Nachbarn, gedachten ihm und gingen heim. Nachdenklich.

  • Positive Kommentare im Netz
    Ich schreibe sie. Und automatisch denke ich, ob der Empfänger denken würde, dies wäre eine blanke Schmeichelei, obwohl ich es ernst und ehrlich meine. Seit wann denke ich so? Seit wann gehört ein respektvoller und liebevoller Umgang miteinander zu etwas, wofür man sich schämt oder mindestens unwohl fühlt? Ach, ich arbeite dran. ^
  • Daheim entrümpeln
    Es ist schon ein Lean-Haushalt. Aber der kontinuierliche Verbesserungsprozess darf nicht schlafen! Diese Woche hatte ich meinen Papier-Ordner durchgewühlt: alles über 10 Jahre (gesetzliche Aufbewahrungsfrist) habe ich entsorgt.
  • Kleidung spenden
    Denkt ihr auch manchmal so, dass diese viele Altkleidercontainer zu einer Kleidungsmafia gehören, die die Sachen später in Afrika verkauft anstatt sie zu spenden? Ich suche schon gezielt die bekannten Marken von Hilforganisationen aus, aber manchmal auch den ersten Container auf dem Heimweg, wie hier:
Altkleidercontainer
  • Pfandflaschen spenden
    Meine Wunschvorstellung war, dass ich jemandem den Bon schenke. Die Realität war auch ganz schön – das Geld konnte ich der freiwilligen Feuerwehr geben.
Pfand für die freiwillige Feuerwehr

Ab in die Woche 3 und euch allen eine erfolgreiche Woche.

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