Fridays for Future

Diese Woche war eine sehr schöne. Meine Eltern kamen zu Besuch. Und Greta Thunberg überquerte sicher den Atlantik. Ich folgte ihrer Reise täglich – ihr Mut und ihre Entschlossenheit beeindrucken mich zutiefst. Jetzt kann sie die Fridays-for-Future-Botschaft auch in Amerikas verbreiten. Mein Vater wusste zum Beispiel nicht, wer sie ist, obwohl er ziemlich informiert über das Weltgeschehen ist. „Was ist für die Yacht und wer ist dieses Mädchen?“ fragte er mich, als er auf allen Fernsehsendern die Bilder der Malizia-II-Ankunft in New York sah. Ich erzählte gern, was diese Bewegung ist und was sie schon bisher in Europa ausgelöst hat. Ich erzählte auch, wie viel Hass und Kritik Greta und die Schüler abbekommen und zum Glück genug tapfer sind, dies an sich selbst nicht ranzulassen. Ich verstehe diesen Hass einfach nicht. Das wäre so, als ob man morgens auf den klingelnden Wecker böse ist. Der Wecker weckt nur. Man ist sauer, dass der Schlaf vorbei ist. Aber gehauen wird auf das Gerät.

Ich erzählte meinem Vater auch, dass ich nicht mehr fliegen möchte. Dieses Fliegen „for fun“: spontane Wochenendreisen oder „Es-ist-nur-40-Euro-hin-und-zurück“-Humbug. Dieser Punkt kommt zusätzlich auf diese Liste und tut mir zugegeben manchmal weh, insbesondere wenn ich von ungewöhnlichen Läufen (sogar in Europa) erfahre und eine Reise dorthin mit dem Zug ein Vermögen und die Hälfte des Jahresurlaubs kosten würde. Trotzdem denke ich fest dran, dass dies und alles, was Friday for Future macht, richtig und wichtig ist.