Wolfsgrube

Anfang Oktober waren wir in einem neuen Wald bei Königsberg in Bayern. Ein Wegweiser sollte uns zur Wolfsgrube führen – hm, liefen wir einfach los. Ich bin gewohnt, dass die diese oder jene Ecke einen Tiernamen trägt. Auf dem Weg zur Grube war ich nur interessiert, die schiefe, zugewachsene Steigung zu bewältigen, um „die Höhemeter zu klopfen“. Umso größer war mein Erstaunen, als wir tatsächlich eine Grube vorfanden, die dazu diente, Wölfe zu fangen!

Eine Grube mit 4 m tief. Wenn es keine Waffen gab, war das die einzige Möglichkeit, die Tiere zu jagen. Die Fallgrube war ausgekleidet mit Steinen. Auf dem Informationsstand sahen wir auch ein Bild, wie die Prozedere früher abliefen: ein Köder – lebende Gans oder ein Schaf – standen hinter der Grube. Die Grube hatte einen drehbaren Deckel, der mit Stroh und Blättern überdeckt wurde. Sobald ein Wolf die Laute der Gans hörte, lief er auf den Deckel und fiel in die Grube. Danach kamen Menschen und erlegten ihn so, wie es heute aus Tierschutzgründen nicht erlaubt ist 😉