Ostermontag in Wiesbaden

Man muss in Wiesbaden gelebt und die Stadt verlassen haben, um später für einen Blitzbesuch vorbeizuschauen und sich von ihrer Schönheit blenden zu lassen. Der Kurpark bescherte uns gestern die Klientel in den Mänteln aus feinen, bestimmt weichen Stoffen und frisch geputzten Schuhen. Das Kurhaus schenkte uns ein Orgelkonzert, das erdete und rührselig doch anhob. Mein alter Römerberg strahlte in der Aprilsonne und erinnerte mich … Ostermontag in Wiesbaden weiterlesen

Notizen vom letzten Astana-Besuch

Notiz 1 Gestern Nachmittag hob unsere Air Astana-Maschine zurück nach Frankfurt ab. Ich blickte aus dem Fenster und konnte zu meiner Überraschung das Expo-Gelände sehen. Das Gelände liegt am Rande der Stadt, danach kommt nichts mehr – nur die eingezuckerte, weiße Steppe. Erst vorgestern schlenderten wir durch den achtstöckigen Kasachstan-Pavillon, der jetzt als wissenschaftliches Ausstellungshaus zum Thema Energie fungiert. Ein Riesengebäude mit einer beachtlichen Menge … Notizen vom letzten Astana-Besuch weiterlesen

Tempomacher

Am letzten Sonntag habe ich in Frankfurt die Marathon-Luft geschnuppert. Zu viert mit meinen Freundinnen aus Lissabon und Madrid sind wir in Staffeln die 42 km durch das windige Frankfurt gelaufen. Der Zeitunterschied zum Sieger, der die Strecke in 2:05 Stunden absolviert hat, war zwar groß, aber wir kamen doch in der Frankfurter Messe-Festhalle an! Durch diesen Marathon habe ich über die sogenannten Tempomacher erfahren. … Tempomacher weiterlesen

Kommentar von Martin Suter zu Anti-Establishment

Wir diskutieren oft zu Hause, woher der aktuelle Hass gegen das Establishment kommt. Es gab ja schon immer die Machthaber und die Geführten. Die ersteren schotteten sich in ihrer eigenen Welt ab, das Volk schimpfte am Esstisch über die Privilegierten. Was ist jetzt anders geworden? In einer der März-Ausgaben vom Handelsblatt las ich das Interview mit dem Schriftsteller Martin Suter. Er sagt, die Vernetzung sei … Kommentar von Martin Suter zu Anti-Establishment weiterlesen

Bad news is good news?

Die aktuelle Zeit gibt jedem eine Chance, den ganzen Tag mit schlechten Nachrichten zu füllen. Sie erscheinen minutiös. Manche haben kein „Eil“-Stempel mehr, denn gefühlt fällt jetzt alles in diese Kategorie. Lange hielt ich meine Umgebung frei von schlechten Meldungen: keine Fernsehnachrichten, möglichst wenig Bildreportagen, Ignoranz der Kommentare auf Social-Media-Kanälen. Letztlich war mein Filter nicht akkurat genug: auf Twitter verfolgte ich ungewollt die Pariser Attacke … Bad news is good news? weiterlesen

Wenn denkbar – auch machbar?

Besuch beim Bremer PR-Agentur DenkBar In meiner Schulzeit gewann ein Junge aus der oberen Klasse die Weltmeisterschaft im Boxen. Ich war lange beeindruckt, mit einem Weltmeister in eine Schule zu gehen. Vor zwei Jahren las ich eine Meldung, dass Bremer Agentur die Öffentlichkeitsarbeit für die Marke „Polaroid“ im deutschsprachigen Raum übernehmen wird. Wie damals in der Schule war ich stolz, mit denkBar in einer Stadt, wenige Kilometer … Wenn denkbar – auch machbar? weiterlesen

In soccer we trust

Letzte Woche bebte Bremen vor Abstiegsangst und nachher vor Freude, doch direkt in der Ersten Bundesliga zu bleiben. Ich bin im lokalen Fußball leidenschaftslos unterwegs, die Anspannung in Bremen traf mich aber sehr. Jeden Tag fahre ich am Weser-Stadion vorbei und sehe viele Touristen. Sie laufen von der Innenstadt rund vier Kilometer (!) zu Fuß und kaufen im dortigen Fanshop ordentlich ein. „Zweite Liga wäre katastrophal … In soccer we trust weiterlesen